Glossar
Offsetdruck
Offsetdruck ist ein professionelles Druckverfahren, das vor allem bei mittleren und hohen Auflagen eingesetzt wird. Dabei wird das Druckbild über eine Druckplatte und ein Gummituch auf das Papier übertragen. Das sorgt für gleichmäßige Farben, hohe Detailgenauigkeit und konstante Qualität.
Offsetdruck eignet sich besonders für Broschüren, Kataloge, Flyer und andere Geschäftsdrucksachen, bei denen exakte Farbwiedergabe und Wirtschaftlichkeit bei größeren Stückzahlen wichtig sind.
Digitaldruck
Digitaldruck ist ein flexibles Druckverfahren ohne feste Druckplatten. Die Daten werden direkt aus der Datei gedruckt, was kurze Produktionszeiten und wirtschaftliche Umsetzung kleiner Auflagen ermöglicht.
Er eignet sich besonders für personalisierte Drucksachen, kurzfristige Produktionen und variable Inhalte wie Mailings, Einladungen oder Kleinauflagen.
Grammatur
Die Grammatur beschreibt das Flächengewicht von Papier in Gramm pro Quadratmeter (g/m²). Sie gibt Aufschluss über Stabilität, Haptik und Wertigkeit eines Druckprodukts.
Leichte Papiere eignen sich z. B. für Flyer, höhere Grammaturen für Umschläge, Karten oder hochwertige Broschüren.
Papierarten (gestrichen / ungestrichen)
Gestrichene Papiere haben eine glatte Oberfläche und sorgen für brillante Farben und scharfe Bilder. Ungestrichene Papiere wirken natürlicher, sind besser beschreibbar und werden häufig für Briefpapier oder nachhaltige Druckprodukte eingesetzt
Auflage
Die Auflage bezeichnet die Anzahl der gedruckten Exemplare eines Produkts. Sie beeinflusst die Wahl des Druckverfahrens sowie den Stückpreis.
Kleine Auflagen werden meist digital gedruckt, größere Auflagen wirtschaftlich im Offsetdruck.
Farbmodus (CMYK / RGB)
CMYK ist der Standardfarbraum für den professionellen Druck. RGB wird für Bildschirme verwendet. Druckdaten sollten immer in CMYK angelegt werden, um Farbabweichungen zu vermeiden
Bindung (Klebebindung, Rückstich, Wire-O)
Die Bindung hält mehrseitige Druckprodukte zusammen. Gängige Varianten sind Klebebindung, Rückstichheftung und Wire-O-Bindung. Die Wahl hängt von Umfang, Nutzung und gewünschter Optik ab.
Proof
Ein Proof ist ein farbverbindlicher Vorabdruck, der zeigt, wie das Druckergebnis später aussehen wird. Er dient zur Qualitätskontrolle und minimiert das Risiko von Farbabweichungen
Falzung
Falzung ist das Falten von Papierbogen im Druck. Sie dient dazu, Druckprodukte wie Flyer, Folder oder Broschüren handlich, übersichtlich und gut lesbar zu machen. Art und Anzahl der Falze bestimmen Aufbau und Nutzung des Druckprodukts
Beschnitt
Beschnitt bezeichnet den Rand eines Druckdokuments, der über das Endformat hinaus angelegt wird. Er stellt sicher, dass nach dem Schneiden keine weißen Ränder entstehen und Farben oder Bilder bis zum Seitenrand reichen. Üblich sind 2–3 mm Beschnitt pro Seite.
Stanzen
Beim Stanzen werden Druckprodukte mit einem Stanzwerkzeug in eine individuelle Form gebracht. Typisch sind Verpackungen, Faltschachteln, Mappen oder Etiketten. Stanzen ermöglicht präzise Konturen, Aussparungen und Sonderformen über den klassischen Rechteckzuschnitt hinaus.
Kleben (Faltschachtelklebung
Beim Kleben werden gestanzte und gefalzte Verpackungen maschinell verklebt, um stabile Faltschachteln oder Verpackungslösungen herzustellen. Moderne Faltschachtelklebemaschinen sorgen für gleichmäßige Verklebung auch bei höheren Auflagen.
Weiterverarbeitung
Die Weiterverarbeitung umfasst alle Arbeitsschritte nach dem Druck, z. B. Schneiden, Falzen, Stanzen, Kleben oder Binden. Sie entscheidet maßgeblich über Funktion, Qualität und Einsatzfähigkeit eines Druckprodukts. Professionelle Weiterverarbeitung sorgt für saubere Ergebnisse und effiziente Abläufe